Informationsgespräch mit Dr. Jens Kreuter, Leiter der Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium
Am 10. Juni konnten sich die Sozialabteilung und die Integrationsabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin über prominenten Besuch freuen. Der Leiter des Arbeitsstabs Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium, Dr. Jens Kreuter, kam mit einer dreiköpfigen Delegation des französischen Rechnungshofs, um sich über die Arbeit der so genannten „Bufdis“ (Bundesfreiwilligendienstleistende) in der Gemeinde zu informieren.
2012 hatte die Sozialdezernentin und stellvertretende Gemeindevorsitzende, Alexandra Babes, 50 dieser Bundesfreiwilligendienststellen beantragt. Mittlerweile sind insgesamt 44 Freiwillige für die Jüdische Gemeinde im Einsatz. Die Gemeinde plant die Anzahl der Stellen für das Jahr 2014 noch wesentlich zu erhöhen. Die Freiwilligen kommen zu einem großen Teil aus der Gemeinde selbst und helfen Gemeindemitgliedern in den unterschiedlichsten Bereichen. Sie bieten Unterstützung bei Behördengängen, kümmern sich um Shoah-Überlebende, geben Mobilitätshilfe, erteilen sprachliche Unterstützung für Senioren und engagieren sich für den Aufbau eines Jugendtheaters.
Die Leiterin der Sozialabteilung begrüßte die Teilnehmer des Treffens und betonte die Leistungen der Freiwilligen. Sie freue sich sehr darüber, dass gerade die Sozialabteilung der Gemeinde beispielhaft dafür ausgesucht worden sei, der französischen Delegation ihre Arbeit zu präsentieren. In Frankreich gibt es ein ähnliches Freiwilligenprogramm, welches jetzt vom französischen Rechnungshof überprüft wird. Dabei will man sich auch die Erfahrungen anderer Länder zu Nutze machen.
Die Integrationsabteilung der Gemeinde hob die Vorteile des Freiwilligendienstes hervor. Gerade junge Menschen gewönnen durch die verantwortungsvolle Tätigkeit viel Selbstvertrauen. Oft sei dies auch ein erster Schritt in die Berufstätigkeit. Die siebzehn anwesenden Freiwilligen gaben bei dem Treffen ausgiebig Auskunft über ihre Arbeit und den eigenen Lebenslauf.
Freiwilligendienstleistende erhalten regelmäßige Weiterbildungen. Sie sind sozialversichert und bekommen darüber hinaus ein Taschengeld. Durch ein qualifiziertes Zeugnis zum Abschluss verbessern sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Sollten Sie Interesse an einer Tätigkeit in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes haben, wenden Sie sich bitte direkt an
Igor Singer, Tel.: (030) 28 88 - 145, E-Mail: igor.singer(at)jg-berlin.org

jb 155 - Juni 2013
18.06.2013 | 20:00
Jüdisches Theater Bimah Details...