Institutionen
Das Integrationsbüro
Das Integrationsbüro der Jüdischen Gemeinde zu Berlin existiert seit 1998. Es wurde speziell für die Integrationsarbeit mit Neuzuwanderern aus aller Welt gegründet, um eine Anzahl von Aufgaben zu übernehmen, darunter besonders die berufliche, sozialpolitische, wirtschaftliche und sprachliche Bildung von Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion.
Bereits seit Anfang der Neunziger Jahre werden von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin jüdische Zuwanderer betreut, die aus aller Welt nach Berlin kommen. 2008 stammen bzw. kommen bereits 80% der Gemeindemitglieder im Alter von 15 bis 90 Jahren aus dem Ausland. Von ihnen beherrschen etwa 50% die deutsche Sprache nicht.
Um diese Personengruppe zu integrieren unterhält die Jüdische Gemeinde mehrere Projekte, die vom Integrationsbüro geleitet und koordiniert werden. Im Rahmen der Projekte werden von der Gemeinde mehrere Aktivitäten gefördert wie Begleitung und Betreuung, Workshops, Trainings, Qualifikationsprogramme, Anpassungsmaßnahmen, Informationsveranstaltungen, Religionsunterricht, Seminare und Kurse. Die Zuwanderer sollen dabei unterstützt werden, in der deutschen Gesellschaft zu einer neuen kulturellen Identität zu finden. Der wechselseitige Abbau von Vorurteilen und die Förderung interkultureller Verständigung sind Querschnittsaufgaben über alle Wirkungsfelder des Integrationsbüros hinweg.
Schwerpunkte und Zwecke unserer Arbeit sind:
- Zur Aufklärung und Integration der Zuwanderer in Form von Sprachförderung beizutragen, der Basis für gesellschaftliche und berufliche Aktivitäten, und Hilfe bei der Neuorientierung und Bewältigung des täglichen Lebens anzubieten.
- Allen Arbeitsuchenden und hier besonders schwervermittelbaren zu helfen, eine neue Chance im Arbeitsleben zu bekommen. Das heißt, dass wir aktive junge, sowie auch ältere Arbeitnehmer ansprechen, die am Arbeitsprozess teilnehmen möchten, und sie bei der Arbeitsuche motivieren.
- Deutsch-jüdische und russisch-jüdische Geschichte und Kultur zu vermitteln.
- Das Aufeinanderzugehen deutsch- und russischsprachiger Gemeindemitglieder zu fördern.
Zielgruppen
Unsere Zielgruppen sind also Gemeindemitglieder und deren Familienangehörigen.
Tätigkeitsfelder
A. Beratungsstelle
Klärung von Statusfragen:
1. Ersuchen nach einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis
2. Einbürgerung für Gemeindemitglieder
3. Erstberatung bei Umsiedlung nach Berlin aus dem In- und Ausland im Rahmen der Familienzusammenführung
4. Beantwortet Fragen zum Pass-Tausch für aus der ehemaligen Sowjetunion stammende Gemeindemitglieder
5. Rechtsberatung.
B. Vermittlungsagentur
Berufliche Integration - Projekt „Jobbörse“
Unsere Arbeitslosen werden wie Kunden behandelt. Es gibt keine Wartezeiten, dafür eine telefonische Terminvereinbarung für individuelle ausführliche Gespräche.
Die Hilfe von Arbeitsmaklern oder anderen privaten Arbeitsvermittlungen kann jeder Jobsuchende in Anspruch nehmen. Wir können nur helfen, wenn unsere Kunden motiviert und flexibel sind. Dabei legen wir Wert auf sorgfältige Betreuung für Arbeitssuchende und Arbeitgeber gleichermaßen – für uns ist dieses Konzept aufgegangen.
1. Vermittlung der Gemeindemitglieder zu
- Ausbildung
- Umschulung/Weiterbildung/Qualifizierung
- Arbeit
- Praktikum
- Beschäftigung durch AA (1-Euro-Job-Beschäftigung).
2. Bewerbungstraining
- Bewerbungsmappe
- Bewerbungsschreiben
- Lebenslauf
- Initiativbewerbung
- Vorstellungsgespräch
3. Online-Jobsuche
C. Veranstaltungsservice
Informationsveranstaltungen zur aktuellen Arbeitsmarktsituation
- Informationsveranstaltungen
- Berufs- und Ausbildungsmesse
- Berufsorientierende Maßnahmen
- Existenzgründungsseminare
D. Integrationsdienst/Projekte
Gesellschaftliche Integration – Integrathek.
1. Informationsveranstaltungen zu Themen:
- Zuwanderungsgesetz
- Arbeitsmarktsituation
- Bildung und Förderung
2. Sprachförderung
- Workshop „Intensive Vorbereitung für Test Deutsch (für die deutsche Einbürgerung)“
- Workshop „Briefwechsel mit Behörden“
- Anpassungsmaßnahmen für jüdische Zuwanderer „Gesellschaftslehre/Landeskunde/Kulturelle Einigkeiten“ – Integrationsmaßnahme zur Vermittlung von Kenntnissen über politische und administrative Strukturen und kulturelles Leben in der deutschen Gesellschaft.
3. Integration in das Judentum
Teerunde mit Gemeinderabbinern, Seminare und Veranstaltungen zum Thema „Einführung in die jüdische Tradition, Kultur und Geschichte“ für jüdische Zuwanderer.
4. Bildungsmaßnahmen
- Handy-Kurs für Senioren
- PC-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene
- Laptop für Senioren
5. Interkulturelle Begegnungen
- Events/Gedenkabende/Interkulturelle Treffen
- Erzählcafé „Emi Grant“.
6. Rechtsberatung
E. Koordinierungsstelle
Koordination von gemeinnützigen Vereinen und Vereinigungen bei der Jüdischen Gemeinde
- Wissenschaftliche Gesellschaft
- Club der Kriegsveteranen
- Seniorenclub „Massoret“
- Club der kaukasischen Juden „Yad Achim“
- Veteranenchor
- Literatur- und Theatergruppe.
Nahe Zukunft:
Folgende Maßnahmen sind geplant:
- Stresspräventionstraining
- Treffpunkt der aktiven russisch- und hebräischsprachigen jüdischen Zuwanderinnen
- Seniorenreiseclub „Tarbut & Massorti“
- Wettbewerb für Kenner der jüdischen Tradition
- Verschiedene Probe-, Pilot- und Modellprojekte zum Zweck der beruflichen, gesellschaftlichen, sprachlichen und religiösen Integration von Alt- und Neuzuwanderern.
Netzwerkarbeit/Kooperationspartner:
- DaimlerChrysler AG, Niederlassung Berlin
- Berliner Volksbank AG
- Deutsche Bank
- Best Western Hotel President
- Bristol Hotel Kempinski
- Kaufhof Warenhaus
- Kosmetikinstitut Berlin
- JobCenter Tempelhof-Schöneberg
- GSUB
- SPI Service Konsult Berlin
- Grone-Schule Berlin
- BfÜ e.V.
- EUROPANORAT GmbH
- IPSER Personalvermittlungsservice
- Handels- und Finanzakademie GmbH
- Seminarzentrum Göttingen GmbH&Co. KG
- Deutsche Direkt Marketing Akademie
- GFS Wirtschaftsschule
- Seminarzentrum Göttingen GmbH
- Initiative Selbständiger Immigrantinnen e.V.
- Südost Europa Kultur e.V.
- Berliner Gesellschaft für Koordination Zusammenarbeit mbH
- Akate e.V.
- IHK Berlin
- ZWST, Jüdische Gemeinden München, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Stettin
- Internationale Vereine
- A&QUA GmbH
- Schildkröte GmbH
- Kreativhaus e.V.
- BIQ GmbH
- BEQUIT
- Forum Arbeit & Projekte e.V.
- AIZ GmbH
- Trias GmbH
- Zukunftsbau GmbH
- Sozialarbeit.com.e.V.
- Care Family e.V.
- Projektagentur des Vereins Freunde der Domäne Dahlem E.V
- Comhard GgmbH und viele andere.
Indikatoren/Messgrößen für jedes der oben genannte Ziele
- Pressedokumentation
- Statistik über Gruppenstärke und –anzahl sowie Erfolg der Maßnahme
- Tätigkeitsberichte
- Fotoarchiv
- Internetseite
- Analyse und Prognose.
Eleonora Shakhnikova
Integrationsbüro
Integration in das Judentum
Im Rahmen des Integrationsbüros gibt es eine Integrathek. Unser Motto lautet: „Wir fördern Kontakte und Begegnungen“. Für alle Interessenten gibt es hier eine sehr gute Gelegenheit, die Mentalitätsbesonderheiten, Geschichte und Kultur von deutsch- und russischsprachigen Juden kennen zu lernen. Im Rahmen der Integrathek werden regelmäßig Seminare und Veranstaltungen zum Thema „jüdische Tradition und Geschichte“ durchgeführt, wo man viel über das traditionelle jüdische Leben und die Geschichte erfahren kann. Das ist ein zusätzliches Angebot für Gemeindemitglieder und Mitbürger, die nicht nur ständig, sondern auch nur sporadisch das Bedürfnis haben, das traditionelle und moderne Judentum näher kennen zu lernen, Gedanken mit anderen auszutauschen oder über ein Thema zu diskutieren. Dazu gehören u.a. die Kommunikation mit der Umgebung, die Beherrschung der deutschen und russischen Sprache, das Kennerlernen und Beschäftigung mit den historischen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen sowie eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Kultur des jüdischen Volkes. Folgende Maßnahmen bieten wir an: Jüdisches Kochstudio, Hebräisch für Anfänger und Reiselustige, Konversationstraining (Iwrit/Deutsch), interkulturelle Events/Gedenkabende/Konzerte. Wir freuen uns über alle 400 Veranstaltungen, die im Rahmen unseres Büros sehr erfolgreich durchgeführt werden konnten.
Adresse & Kontakt
Integrationsbüro
Oranienburger Str. 29
10117 Berlin
Tel.: (0 30) 88 02 8-246
Fax: (0 30) 88 02 8-268
Ansprechpartner
Frau Shakhnikova
Öffnungszeiten
Mo, Di (nach Absprache) 9:00 – 12:00
Mi (nach Absprache) 15:00 – 17:30
Fr (ohne Absprache) 11:00 – 12:00