Jüdische Volkshochschule

Die Jüdische Volkshochschule Berlin ist eine in Deutschland einzigartige Einrichtung. Aufbauend auf der Tradition der 1919 ins Leben gerufenen „Freien Jüdischen Volkshochschule“ wurde sie von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin 1962 neu gegründet. Zusammen mit der Bibliothek folgte sie dem von Heinz Galinski s.A. verfolgten Konzept eines „offenen Gemeindehauses“, in dem sich auch Nichtjuden jederzeit über das Judentum informieren können. Mit ihr wurde auf ein bereits zum damaligen Zeitpunkt gewachsenes Interesse der Öffentlichkeit an jüdischer Thematik reagiert.

Das Ziel der Gründung bestand darin, ein breites Publikum über das Judentum und über Israel zu informieren und Begegnungen und Gespräche über konfessionelle Grenzen hinweg zu ermöglichen. Ein anderer Gesichtspunkt bezieht sich auf die jüdische Gemeinschaft selber: für sie stellt die Jüdische Volkshochschule einen Ort dar, an dem man sein Wissen vertiefen oder auffrischen und über die eigenen Werte und Zielsetzungen debattieren kann.

Zweimal jährlich legt die Jüdische Volkshochschule ein Lehrangebot, bestehend aus Vorträgen, Autorenlesungen und Kursen vor, mit denen namhafte Experten eine Tradition des Lehrens zur Geltung bringen, die im jüdischen Leben tief verwurzelt ist. Jüdische Religion, Philosophie, Geschichte und Kultur bringen dabei die Vielfalt jüdischer Identität zum Ausdruck. Regelmäßig kommt es auch zur Zusammenarbeit mit anderen bedeutenden kulturellen Institutionen dieser Stadt.
Semesterweise finden schließlich die Sprachkurse (Jiddisch, Hebräisch), sowie die Kurse zur jüdischen Kultur (Religion, Musik, Tanz) auch bei nichtjüdischen Berlinern große Beachtung. Deutsch als Fremdsprache (DAF) wird weiterhin im Trimesterturnus auf verschiedenen Niveaus in erster Linie für russische Zuwanderer angeboten, wobei die Zielsetzung dem Einbürgerungstest und dem Europäischen Zertifikat DAF gilt.

Der Besuch der Veranstaltungen ist für jedermann möglich. Das Programmheft, welches regelmäßig im Februar und im September erscheint, liegt im Jüdischen Gemeindehaus und in der Oranienburger Straße 29 aus. Auf Wunsch (schriftliche Anforderung) wird es auch zugeschickt.

Hauptsächliche Aufgabenstellung:
wissenschaftlich fundierte, kulturell orientierte Aufklärung über das Judentum.

Zielgruppen:
Interessierte Öffentlichkeit, Multiplikatoren, Gemeindemitglieder, Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion.

Arbeitsformen:

Einzelveranstaltungen (Lesungen, Filmveranstaltungen, Vorträge Diskussionsrunden), Seminare und Kurse, Vor-Ort-Gespräche und -Besichtigungen

Arbeitsphasen:
2 Semester pro Jahr,
die Deutschkurse werden weiterhin in 3 Trimester pro Jahr (jeweils 10 Wochen) angeboten

Publikationen:
Kommentierter Lehrplan (Programmheft) zweimal jährlich, der kostenlos mitgenommen werden kann und auf Wunsch (schriftliche Anforderung) auch zugeschickt wird.

Der Besuch der Veranstaltungen ist für jedermann möglich.

Auf Wunsch (schriftliche Anforderung) schicken wir Ihnen gerne unser zweimal järhlich erscheinendes Programmheft zu.

Programm 1. Semester 2017

Adresse & Kontakt

Jüdische Volkshochschule

Fasanenstr. 79-80
10623 Berlin
Tel.: (0 30) 88 02 8-265
Fax: (0 30) 88 02 8-288
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Ansprechpartner

Leiter

Ilan Kiesling (kommissarisch)

Mitarbeiter

Fr. Erehman

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