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Die Jüdische Gemeinde zu Berlin ist mit mehr als 12.000 Mitgliedern die größte jüdische Gemeinde in Deutschland. Sie bietet ihren Mitgliedern eine weit gefächerte jüdische Infrastruktur, die alles enthält, was für ein jüdisches Leben notwendig ist. Aktuelle Informationen über das Gemeindegeschehen, Berichte über die Arbeit des Gemeindevorstands und der Repräsentantenversammlung sowie über jüdisches Leben in Berlin enthält das monatlich erscheinende Gemeindemagazin jüdisches berlin.
Am Schabbat gibt es Gottesdienste in sechs Berliner Gemeindesynagogen unterschiedlicher Ausrichtung von orthodox bis liberal. Die Gemeinderabbiner und mehrere weitere Rabbiner und Klej Kodesch ermöglichen alle Aspekte des jüdischen Ritus . Das koschere Restaurant It´s Gabriel im Gemeindehaus (Fasanenstraße 79/80) ist täglich geöffnet.
Die Jüdische Gemeinde bietet zugleich ein vielseitiges Kulturprogramm. Die Jüdische Volkshochschule veranstaltet auch für ein nicht-jüdisches Publikum Kurse, Vorträge und Lesungen sowie alljährlich im Juni das Jewish Film Festival. Im November finden die Jüdischen Kulturtage statt. Internationales Ansehen genießt die Bibliothek im Gemeindehaus Fasanenstraße 79/80.
Als eine ihrer wichtigsten Aufgaben sieht die Jüdische Gemeinde die soziale Unterstützung bedürftiger Mitglieder, insbesondere die Integration von Zuwanderern aus den GUS-Staaten, die heute mehr als die Hälfte der Mitglieder ausmachen. Für eine jüdische Erziehung stehen Kindern und Jugendlichen die jüdische Kita, die Heinz-Galinski-Grundschule sowie die Jüdische Oberschule (Realschule und Gymnasium) offen. Außerdem gibt es ein Jugendzentrum und zahlreiche weitere Aktivitäten für jüdische Jugendliche.
Eine Vielzahl historischer Stätten bezeugt die Geschichte der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Ein besonderes Dokument jüdischen Lebens sind die Friedhöfe in Weißensee und in der Schönhauser Allee, außerdem eine Vielzahl von Gebäuden, darunter das Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße 2830. In dem heutigen Museum hatte sich früher die Neue Synagoge, das Wahrzeichen der Juden Deutschlands, befunden. Eine Gedenkmauer im Vorhof des Gemeindehauses in der Fasanenstraße 79/80 erinnert an die Opfer der Schoa.
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