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> Friedhof Weißensee
Herbert-Baum-Straße 45
13088 Berlin
Fon 925 33 30
Fax 923 76 296
> Friedhof Heerstraße 141
14055 Berlin
Fon 304 32 34
> Friedhof Schönhauser Allee 22
10435 Berlin
Fon 441 98 24
Die Friedhöfe Weißensee und Heerstraße sind täglich, außer am Schabbat und an jüdischen Feiertagen, ab 7 Uhr geöffnet. An Freitagen und Vorabenden von Feiertagen schließen sie um 15 Uhr.
Geschichte der Friedhöfe
Jüdischer Friedhof Berlin-Weissensee
Der jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee ist der größte, noch bestehende jüdische Friedhof Europas. Auf rund 42 Hektar haben hier seit 1880 mehr als 115.000 Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden, darunter große Persönlichkeiten wie:
> Herbert Baum (19121941), Antifaschist, Abt. P 1 Ehrenplatz,
> Dr. Micha-Josef Bin-Gorion (18651921), Schriftsteller, Abt. G 1 Ehrenreihe,
> Prof. Hermann Cohen (18421918), Philosoph, Abt. G 1 Ehrenreihe,
> Samuel Fischer (18591934) Verleger, Abt. J 4 Erb. 2001,
> Josef Garbaty (18511939), Zigarettenfabrikant, Abt. D 4 Erb 2234,
> Stefan Heym (19132001), Schriftsteller, Abt. Z 1 Reihe 9,
> Johann Hoeniger (18501913), Architekt u. Baumeister der Jüdischen Gemeinde, Abt. D 4 Reihe 3,
> Adolf Jandorf (18701932), Kommerzienrat (KaDeWe), Abt. T 2 Erb. 1220,
> Berthold Kempinski (18431910), Weinhändler, Abt. T 2, Erb. 1617,
> Prof. Lazarus Lewandowski (18211894) Komponist, Abt. A 1 Ehrenreihe,
> Dr. Rudolf Mosse (18431920) Verleger, Abt. M 1 Mauer,
> Dr. Alfred Peiser (18761934) Chefarzt Jüdisches Krankenhaus, Vater von Lilli Palmer, Abt. L 7 Reihe 18,
> Dr. h.c. Martin Riesenburger (18961965), Landesrabbiner, Abt. A 1 Ehrenreihe,
> Hermann Tietz (18371907), Gründer des Warenhauskonzerns, Abt. O 2 Erb. 864,
> Lesser Ury (18611931), Kunstmaler, Abt. G1 Ehrenreihe,
> Theodor Wolff (18681943) Chefredakteur, Abt. A 1 Reihe 10.
Der jüdische Friedhof Berlin-Weißensee bezeugt die Großartigkeit der Grabmalarchitektur und der Handwerkskunst von Steinmetzen und Kunstschmieden in den letzten zwei Jahrhunderten. Jahrzehntelange Vernachlässigung bis zum Fall der Berliner Mauer ließ
jedoch einen Großteil der Grabanlagen überwachsen. Bedeutende Kunstwerke von großen Architekten und Künstlern sind dem Verfall preisgegeben. Seit einem Jahrzehnt ist es größtes Anliegen der Jüdischen Gemeinde, der Friedhofsverwaltung und des Landesdenkmalamtes Berlin, den Verfall aufzuhalten. Vielfältige Einzelinitiativen (Finanzmittel von Bund und Land, private Spenden und Arbeitsleistungen von Schulen) unterstützen die Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten, Wegreparaturen und Baumpflegemaßnahmen. Es können aber nur Einzelmaßnahmen sein.
Helfen Sie mit, dieses grosse Dokument der Kulturgeschichte bekannt zu machen, es zu erhalten, zu pflegen und vor weiteren Schäden zu bewahren!
Der Tote ist in seinem Grab allgegenwärtig:
Ich lag im Schlaf, jedoch mein Herz blieb wach (Buch Hiob, Psalm 5,2)
Helfen Sie mit, ihn auf Ewigkeit zu ehren!
Spendenkonto
Jüdische Gemeinde zu Berlin
Stichwort Spende Friedhof Weißensee
Berliner Bank AG
BLZ 100 200 00
Kto.-Nr. 0102 320 912
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